Vor einiger Zeit habe ich über Schlafprobleme bei Kleinkindern geschrieben. Nach einigen Wochen kann ich nicht unbedingt ein Fazit ziehen, denn dieses Thema wird uns wohl noch lange begleiten und vermutlich nie einen Abschluss finden.

Aber ich habe mal wieder gelernt, dass man sich vorher noch so viele Gedanken um das Thema Schlafprobleme bei Kleinkindern machen und Pläne zurechtlegen kann, wie man möchte.

Es kommt doch immer anders, als man denkt.

Mein Plan war, dass unser Sohn ohne uns im Zimmer einschlafen kann. Ich habe aber gemerkt, dass weder er glücklich ist, noch ich mich damit wohl fühle.

Ein paar Tage nach dem Beitrag über Schlafprobleme bei Kleinkindern hat Quatschkopf bei meinen Eltern übernachtet. Mama hat es einfach mal mit einem Hörbuch ausprobiert und der Kleine ist ziemlich schnell eingeschlafen. Dadurch hat er viel weniger getrunken und ist auch nicht wegen einer durchnässten Windel aufgewacht. Er hat also seit langer Zeit mal wieder durchgeschlafen. Das hat in der Zeit bei meinen Eltern noch zweimal funktioniert.

Wieder zuhause haben wir natürlich weiterhin das Hörbuch angemacht. Wir haben uns nicht auf eine feste Uhrzeit versteift, sondern ihn erst ins Bett gelegt, wenn er wirklich müde war. Das Einschlafen hat wieder sehr schnell geklappt, nur das Durchschlafen nicht wirklich.

Ich bin aber trotzdem total zufrieden mit der Entwicklung.

Durch das schnelle Einschlafen trinkt er nicht mehr so viel und verschläft zumindest das normalerweise sehr frühe Aufwachen. Er kommt meistens so gegen 24 Uhr in unser Bett, ohne Geschrei und ganz selbstständig mit Decke und Kopfkissen.

Bild Schlafbeitrag Update

Ein kleines Fazit zu Schlafprobleme bei Kleinkindern kann ich also doch ziehen: Man sollte sich wirklich nicht stressen, die meisten “Probleme” lösen sich von selbst oder sind zumindest mit kleinen Tricks einfach in den Griff zu bekommen.


Meine 7 Tipps zum Thema Schlafprobleme bei Kleinkindern:

  1. Überlegt, warum euer Kind Schlafprobleme haben könnte. Ist es vielleicht gesundheitlich bedingt? Körperliche Beschwerden, wie z. B. eine verstopfte Nase, können den Schlaf stören. Schlafprobleme können auch auf eine Erkrankung hinweisen.
  2. Sich nicht auf Einschlafprogramme oder -methoden versteifen. Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse, die Eltern auch. Wenn euer Kind nicht alleine einschlafen kann und ihr es vielleicht auch gar nicht wollt, bleibt bei ihm. Auch wenn euch Außenstehende vielleicht sagen, Kinder müssen alleine einschlafen. Diese Kinder gibt es und es ist auch toll, wenn es funktioniert. Aber es ist kein Zwang und es sollte niemand damit unglücklich sein.
  3. Steigert euch nicht rein. Manchmal sitzt man eben eine Stunde neben dem nicht schlafen wollenden Kind oder muss zum xten Mal ins Zimmer gehen. Ich weiß, einfacher gesagt als getan. Ich kenne mich damit bestens aus und muss mich auch immer sehr zusammen reißen. Aber: Es wird besser und nicht jeder Abend/jede Nacht ist so.
  4. Tauscht euch mit Freunden oder der Familie aus. Nicht jeder Ratschlag ist für euch individuell passend, aber es gibt immer den ein oder anderen Tipp, den man ausprobieren kann. Der Tipp von meiner Mama mit dem Hörbuch war für uns genau richtig.
  5. Bezieht euren Partner mit ein, wenn möglich. Vielleicht habt ihr das Glück und könnt euch abwechseln, so ist es euch möglich neue Energien zu sammeln. Oder er übernimmt, wenn es mal einen Abend/eine Nacht nicht gut läuft und ihr nicht mehr weiter wisst. Meistens durchbricht es den Teufelskreis, in dem ihr euch mit eurem Kind befindet. Der Partner kann mit neuer Motivation an die Sache gehen.
  6. Wenn euer Kind das entsprechende Alter hat, redet mit ihm. Man kann erklären, dass es nachts nicht schreien oder weinen muss. Es kann auch so nach seinen Eltern rufen. Besprecht den Tag, damit kann das Kind gut herunterfahren und zur Ruhe kommen.
  7. Versteift euch nicht auf feste Zeiten: Was bringt es, das Kind wie immer um 19 Uhr ins Bett zu bringen, wenn es vielleicht noch einen späten Mittagsschlaf hatte. Letztendlich dauert das Einschlafen wahrscheinlich genauso lange, als wenn ihr es später hingelegt hättet.

Für uns bedeutet diese Entwicklung jetzt, dass wir demnächst wahrscheinlich zu viert im Bett schlafen werden. Aber der Gedanke daran stresst mich nicht mehr, wenn es bedeutet, dass so alle besser schlafen.

Wie ist eure Schlafsituation, welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Schaut doch auch mal in den Beitrag von Karin rein, sie berichtet über ein ebenfalls sehr präsentes Thema bei Kleinkindern.

Eure,
Sandra