Ich mache aktuell eine Laufpause und es fühlt sich verdammt gut an. Anfang des Jahres habe ich mir Gedanken über meine Laufziele 2017 gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich meine persönlichen Bestzeiten über 10km und Halbmarathon verbessern möchte.
Laufpause

Ich habe selten so diszipliniert trainiert. Ich habe mir 3-4 Trainingseinheiten pro Woche vorgenommen. Davon zwei Laufeinheiten, eine Cardio-/Krafteinheit in einem Fitnesskurs und eine Krafteinheit zu Hause.

Der Wirbelwind war dabei mein treuester Trainingspartner. Sie hat mich viele Kilometer in ihrem Thule-Anhänger begleitet. Meistens habe ich dafür ihren Mittagsschlaf genutzt. Sie hat an der frischen Luft den wohl verdienten Mittagsschlaf genossen und ich habe die Schlafenszeit als lange Einheit genutzt.

Ich bin einfach so lange gelaufen bis sie wieder wach geworden ist. Meistens waren das 1,5 bis 2 Stunden.

Warum brauche ich eine Laufpause?

Im Juni habe ich meinen neuen persönlichen Rekord über 10 km bei einem Stadtlauf aufgestellt. Nach kurzer Regeneration bin ich ins Halbmarathon-Training eingestiegen. Um meine Ausdauer zu verbessern habe ich mit dem Intervalltraining begonnen. Ich konnte diese Trainingseinheiten nie sonderlich gut leiden, in diesem Sommer habe ich sie lieben gelernt. Einlaufen, 6 bis 7 schnelle Kilometer, auslaufen. Die Zeit verging wie im Flug und schnell hatte ich 12 bis 14 km auf der Uhr.

Ich habe meine ganze Kraft, Energie und Zeit in meinen Sport gesteckt. Neben Familie, Job und Haushalt bleibt mir nicht viel Freizeit und genau diese wenigen freien Momente habe ich mit Laufen verbracht.

Ende September und Anfang Oktober habe ich innerhalb von 9 Tagen an zwei Halbmarathon-Wettkämpfen teilgenommen. Beim ersten Wettkampf habe ich meine Zeilzeit um 2 Minuten und 30 Sekunden verfehlt. Da der Lauf auf Texel war und ich 1,5 km am Strand laufen musste, hatte ich mit keiner persönlichen Bestzeit gerechnet. Deshalb hatte ich mich im Vorfeld bereits für einen weiteren Wettkampf angemeldet. Und dieses Mal habe ich es geschafft und meine persönliche neue HM-Bestzeit aufgestellt. Sogar 2 Minunten und 31 Sekunden unter meiner Zielzeit.

Dann war die Luft raus und die Laufpause da.

Ich habe so sehr gemerkt, dass mein Körper sich erholen muss. Ich bin 2 Wochen gar nicht laufen gegangen, meine Laufschuhe habe ich in dieser Zeit nicht einmal angeschaut. Seitdem führe ich meine Laufpause weiter. Das heißt bei mir zwar nicht, dass meine Laufschuhe im Schrank verschwunden sind, aber ich gehe eben dann laufen wann ich Lust habe. Ich habe keinen Trainingsplan, keine festen Zeiten. Wenn ich Lust habe laufe ich, wenn ich es nicht schaffe ist es auch ok. Ich laufe so schnell oder langsam und so weit oder kurz wie ich es möchte. Eben so wie ich mich fühle.

Auch ein gemütlicher 8 km Lauf macht viel Spaß.

LaufEs muss nicht immer eine neue Bestzeit sein. Ich genieße jeden Kilometer an der frischen Luft und in der Natur. Da bekomme ich den Kopf frei und kann mich erholen.

Ich möchte diesen Sport niemals missen und damit ich auch in Zukunft noch viele weitere Wettkämpfe laufen kann, führe ich meine Laufpause fort. Wie lange weiß ich nicht. Vielleicht bis ich mich zum nächsten Wettkampf angemeldet habe? Ich mag Laufen und Laufpausen, aber ganz ohne Laufen geht es nicht.

 

Macht ihr Laufpausen, um wieder Lust aufs Laufen zu bekommen?

Eure,
Karin