Ich habe nicht gezählt wie oft der Wirbelwind schon krank war. Leider ziemlich oft, das ist sicher. Ein Infekt pro Monat sei normal. Ehrlich gesagt finde ich das für so ein kleines Wesen ganz schön viel. Bei einer leichten Erkältung haben uns bisher Hausmittel für Kinder und einige kleine Helfer gut versorgt.

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Ein Arztbesuch ist für Kinder mit Stress verbunden und ich hatte immer Angst, dass wir nachher mit weiteren Infekten wieder nach Hause gehen. Deshalb haben wir so einiges ausgetestet und ausprobiert und haben für uns wirksame Hausmittel und Helfer gefunden.

Ich habe zu diesem Thema schon viel gelesen und Tipps von unserer Kinderärztin und Hebamme bekommen. Der Wirbelwind ist aktuell leider wieder krank, diesmal ist es eine Bronchitis bei der sie doch schlecht Luft bekommt und wir natürlich beim Arzt waren. Da ist mir der Gedanke gekommen für euch eine kleine Sammlung meiner Hausmittel für Kinder und praktische Helfer bei einer Erkältung aufzuschreiben. So habt ihr bei Bedarf ein paar kleine Tipps zur Hand. Es macht auf jeden Fall Sinn, das ein oder andere auf Vorrat zu kaufen und im Notfall zur Hand zu haben.

Meine Hausmittel für Kinder und praktische Helfer, die wir ausprobiert haben und die uns helfen.

Hausmittel für Kinder


Oh je, schon wieder eine Schnupfnase!

Kaum eine Familie kommt durch die kalte Jahreszeit ohne Schnupfnase. Zumindest kenne ich keine. So eine Schnupfnase kann ganz schön nervig sein, besonders wenn das Kind dadurch schlecht schläft. Das zieht sich dann wie ein roter Faden durch den Tag. Schlecht geschlafen bedeutet schlechte Laune und Unzufriedenheit, meist für die gesamte Familie.

Thymian

Meist reibe ich sie erst einmal mit dem Thymian-Myrte-Balsam aus der Bahnhof-Apotheke ein. Der Balsam wirkt schleimlösend und beruhigend und kann auf Brust oder Rücken einmassiert werden. Er riecht wirklich toll, wenn ich erkältet bin nutze ich ihn auch.

Muttermilch & Kochsalz

Für eine freie Nase habe ich ihr als Säugling Muttermilch mit einer Pipette in die Nase gegeben. Jetzt benutze ich einfach eine Kochsalzlösung aus der Apotheke. Die bekommt sie ebenfalls mit einer Pipette in die Nase. Wenn die Nase richtig zu ist, greife ich zum Nasensauger. Ich habe einen von NoseFrida, wo man den Schleim mit dem Mund aus der Nase saugen kann. Das klingt fies, ist es aber gar nicht. Ich finde das eine super Möglichkeit das Kind von Schleim zu befreien, wenn die Nase sehr stark verstopft ist und es den Schleim durch Niesen nicht mehr los werden kann. Zu oft sollte man einen Nasensauger allerdings nicht benutzen, um die Schleimhäute nicht zu stark zu reizen.

Sollte die Nasenschleimhaut trocken oder gereizt sein, nutzen wir gerne den Nasenbalsam für Kinder von Wala. Ich gebe eine kleine Menge davon auf ein Wattestäbchen und streiche es in die Nase.

Kopf hochlagern

Um dem Kind den Abtransport von Schleim in der Nacht zu erleichtern, sollte die Matratze bzw. der Kopf des Kindes hochgelagert werden. Ich lege dem Wirbelwind immer ein bis zwei Handtücher unter die Matratze. So kann der Schleim nach unten abfließen.

Engelwurzbalsam & Anisbutter

Ich bin ein großer Fan von Engelwurzbalsam und Anisbutter. Der Engelwurzbalsam ist pflegend und hilft bei empfindlicher Schnupfnase. Ich kaufe ihn ebenfalls bei der Bahnhof-Apotheke. Er wird einfach von außen auf die Nasenflügel aufgetragen. Anisbutter ist in der Apotheke erhältlich. Sie kann direkt unter die Nasenlöcher aufgetragen werden.

Luftfeuchtigkeit

Es ist ebenfalls hilfreich, die Luft im Raum feucht zu halten. Dafür kann man einfach ein feuchtes Tuch im Zimmer oder über der Heizung aufhängen. Eine Schüssel mit heißem Wasser geht natürlich auch. Aber bitte so hinstellen, dass das Kind sich nicht verbrennen kann. Hin und wieder geben wir vor dem Einschlafen einen Tropfen Lavendelöl von Weleda mit ins Wasser. Das Öl wirkt beruhigend und fördert einen guten Schlaf. Das Öl kann auch für die Anwendung als Wickel oder zum Einreiben auf der Haut verwendet werden.

Inhalieren

Und zu guter Letzt noch das altbewährte Inhalieren. Durch das Einatmen warmer und feuchter Luft wird der Schleim besser gelöst und die Schleimhäute werden befeuchtet. Größere Kinder können mit einer Schüssel mit heißem Wasser inhalieren. Bei kleineren Kindern bevorzuge ich die Dusche. Einfach heißes Wasser aufdrehen, zusammen ins Badezimmer setzen und den heißen Wasserdampf einatmen.


Hausmittel bei Husten

Bei leichtem Husten können Hausmittel Wunder bewirken. Sollte der Husten allerdings immer stärker werden würde ich einen Arzt aufsuchen, um Bronchitis, Keuchhusten & Co. auszuschließen.

Brustwickel

Sobald der erste Husten da ist bekommt der Wirbelwind zum Schlafen gehen eine Brustwickel. Bevor ich die Bauch- und Brustwickel von Wickel & Co gekauft habe, habe ich ihr Wickeln aus Baumwolltüchern gemacht. Allerdings haben diese nie gut gehalten und waren dementsprechend sehr unbequem in der Nacht. Die Brustwickel von Wickel & Co ist aus weichem Plüsch und wird einfach mit einem Klettverschluss befestigt. Erst war dem Wirbelwind die Wickel etwas unheimlich, aber das kleine Bärchen auf der Wickel beschützt sie jetzt immer in der Nacht und so akzeptiert sie die Brustwickel.

Für die Brustwickel reibe ich ihre Brust erst mit dem Thymian-Myrte-Balsam ein, erwärme anschließend die Bienenwachswickel, stecke sie in die Leinentasche der Brustwickel und befestige dann die Wickel. Diese Wickel verschafft immer große Linderung in der Nacht.

Zwiebeltee

Gute Erfahrung haben wir auch mit dem Zwiebeltee gemacht. Dafür schäle ich eine halbe Zwiebel und koche sie einige Minuten im Wasser. Anschließend wird der Tee gesiebt und mit Honig (Honig nicht unter 1 Jahr) gesüßt. Dem Wirbelwind biete ich davon 1 TL an, mein Mann und ich trinken eine Tasse davon. Er ist nicht lecker, ich muss mir beim Trinken die Nase zuhalten, aber es hilft wirklich.

Fenchelhonig

Der Fenchelhonig (geeignet ab 1 Jahr) hat bei uns auch schon wahre Wunder bewirkt und ich habe davon immer eine Flasche auf Vorrat zuhause.


Das hilft bei Ohrenschmerzen

Zwiebelwickel

Hätte ich es selbst nicht ausprobiert, würde ich es nicht glauben. Zwiebeln sind wahre Wundermittel. Bei Ohrenschmerzen nutzen wir Zwiebelwickeln. Dafür einfach eine Zwiebelscheibe abschneiden, mit Engelwurzbalsam einreiben und mit einem Tuch umwickeln. Dieses Päckchen auf das Ohr legen und mit einem Stirnband oder einer Mütze befestigen. So simpel und wirklich großartig. Der Zwiebelduft ist nicht der angenehmste und die Haare und Mütze müffeln danach ein bisschen. Aber es hilft und das ist doch die Hauptsache.


Und was kann ich noch tun?

Trinken, trinken, trinken und nochmal trinken. Das Kind sollte möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Wir bieten dem Wirbelwind neben Wasser auch Saftschorlen (mit viel Wasser) an. Erfahrungsgemäß trinkt sie einfach mehr, wenn das Getränk Geschmack hat. Tee ist auch eine gute Alternative, z.B. Salbeitee mit Honig gesüßt (auch hier gilt Honig erst ab 1 Jahr). Viele Vitamine in Form von Obst und Gemüse sollten gegessen werden, gerne auch mal eine frisch gepresste Orange, um den Vitamin-C-Bedarf zu decken.

Frische Luft hilft immer, auch um als Mama durchatmen zu können. Ein Spaziergang bewirkt oft wahre Wunder. Und natürlich ganz viel kuscheln, Liebe, Ruhe und verwöhnen.


Wenn euer Kind ernsthaft krank ist, länger fiebert und ihr euch unsicher seid, solltet ihr auf jeden Fall zum Arzt gehen. All diese Tipps und Erfahrungen habe ich als Mutter gesammelt und sie haben uns in unserem Alltag und bei Krankheiten sehr geholfen. Eine Rückversicherung durch den Arzt ist oft trotzdem ratsam.

Welche Hausmittel für Kinder und praktische Helfer nutzt ihr?

Habt ihr noch Tipps für mich? Der Winter ist ja leider noch nicht vorbei und der ein oder andere Infekt wird bestimmt noch auf uns zukommen.

Eure,
Karin