Schon als unsere Tochter nur wenige Wochen alt war, habe ich mir Gedanken gemacht, ob sie eine empfindliche Haut hat. Sie reagierte auf das Öl bei der Babymassage mit einem Ausschlag.

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Ihr müsst wissen, dass ich mir immer viele Gedanken mache, welche Produkte ich für meine Kinder verwende. Als ich zum ersten Mal schwanger war, habe ich mir Informationen in dem ÖKO-TEST Jahrbuch 2014 für Kleinkinder geholt. Ich habe mich damals für die Weleda Calendula Pflegereihe für meine neugeborene Tochter entschieden.

Wie das so ist beim ersten Kind, habe ich gleich Waschlotion, Pflegecreme und Wundschutz gekauft. Tatsächlich habe ich mein Baby aber nur selten und dann auch nur mit Wasser gewaschen. An Babys empfindliche Haut kam keine Creme.

Mein Tipp an dieser Stelle: kauft euch solche Produkte erst, wenn ihr sie auch braucht! So vermeidet ihr solche Fehlkäufe.

Durch die Reaktion nach der Babymassage fiel mir das erste Mal auf, dass meine Tochter empfindliche Haut hat. Hier hatte ich mich zunächst ebenfalls für ein Öl aus der Weleda Calendula Pflegereihe entschieden. Sie bekam nur wenige Stunden nach der Massage rote kleine Nesseln. Ich versuchte eine Woche später eine weitere Massage mit reinem Mandelöl aus der Apotheke, doch auch darauf reagierte ihre Haut.

Solltet ihr in einer ähnlichen Situation sein, wollt euer Baby aber gerne weiterhin massieren, hier mein Tipp:

Basis-Pflege UEA für Babys empfindliche Haut

Unguentum Emulsificans Aquosum – übersetzt: wasserhaltige hydrophile Salbe. Dies ist lediglich eine Basiscreme, die Apotheker nutzen, um pflegende Stoffe unterzumischen. Sie ist bei empfindlicher Babyhaut oder auch Neurodermitis sehr gut verträglich. Ich habe meine wenige Wochen alte Tochter statt mit einem Öl mit dieser Basiscreme massiert. Dies klappte problemlos und sie bekam auch keinen Ausschlag mehr.

Als dann der Sommer begann, kam das nächste Thema auf uns zu: Sonnenschutz.

Zuhause in Hamburg war das den ersten Sommer noch kein Problem, da ich sie in ihrem zarten Alter (3 Monate) noch nicht der Sonne aussetzen wollte. Somit habe ich sie mit Kleidung, Sonnenschutz am Kinderwagen etc. geschützt. Als dann aber im August unser erster gemeinsamer Urlaub in Spanien anstand, habe ich mir vorher von unserer Kinderärztin eine Sonnencreme  für empfindliche Haut empfehlen lassen. Später waren wir dann sogar bei einer Hautärztin, spezialisiert auf Kinder.

Welche Sonnencremes wir probiert haben

  • Eco Cosmetics Baby & Kids Sonnencreme LSF 50+
  • Daylong Kids Sonnenschutz-Lotion SPF 50+
  • Ladival Sonnenschutz Milch für Kinder 50+
  • La Roche-Posay Anthelios Dermo-Kids Spray 50+
  • Eau Thermale Avéne Kinder-Sonnenspray SPF 50+

Nach nun insgesamt 5 Sommern und 5 Cremes nutzen wir seit zwei Jahren die Sonnencreme von Avéne. Das ist die einzige Creme bei der unsere Tochter nicht mit der sogenannten „Sonnenallergie“ reagiert.

Ich persönlich hätte mich sonst für die Sonnencreme von Eco entschieden. Diese ist eine mineralische Sonnencreme und ist von Öko-Test mit „gut“ bewertet worden. Allerdings verträgt die empfindliche Haut unseres Frühlingskindes leider keine mineralische Sonnencreme. Da sich im Gegensatz zu den chemischen Filtern, die mineralischen Filter nur auf die Hautoberfäche legen und nicht einziehen, hat die Haut leider auch weniger Möglichkeit zu atmen. Sie bekommt juckende Nesseln und muss sich kratzen.

Dies bedeutet für uns leider, dass wir auf eine chemische Sonnencreme für unser Frühlingskind zurückgreifen müssen. Im Gegensatz zu mineralischen Sonnencremes, dringen die chemischen Filter in die Haut ein und bilden dort ihren Schutzmechanismus aus.

Meine Tipps für den Sommer bei empfindlicher Kinderhaut

  • Schützt euer Kind durch Kleidung. Es gibt auch tolle UV-Schutz-Kleidung zum Schwimmen, die sogar Ökotex Standard hat. Wir nutzen von Beginn an die Schwimmanzüge von Petit Crabe für unsere Mädchen.
  • Sonnensegel und Strandmuschel: Im ersten Jahr haben wir eine Pop-Up Strandmuschel und auch ein Sonnensegel für den Kinderwagen mit UV-Schutz genutzt. So konnten wir sicheren Schatten für unser Baby schaffen.
  • Keine Schichten: Egal wie gut unser Frühlingskind die Sonnencreme verträgt, es tut ihrer Haut auf Dauer nicht gut, wenn wir sie unter ihrer Kleidung bereits mit Sonnencreme eincremen. Somit wird sie im Sommer erst eingecremt, wenn es raus geht und sie der Sonne ausgesetzt ist.
  • Die richtige Creme: findet eine Sonnencreme die euer Kind gut verträgt. Bei unserem Kind ist das aktuell das Kinder-Sonnenspray von Avéne. In unserem Beitrag „Wir mögen – Sonnencreme für Kinder“ findet ihr noch etwas mehr Infos über diese Sonnenmilch.
  • Die richtige Pflege: Wichtig ist, dass die Haut gut aufgestellt ist für die Sonne, das viele Eincremen und Schwimmen. Die empfindliche Haut von unserem Frühlingskind hat am wenigsten Probleme mit all dem, wenn wir sie abends abduschen und mit einer guten Körperpflege wieder eincremen.
  • Vorbereitet sein: Wir haben im Urlaub immer Combudoron Gel (Weleda) in unserer Reiseapotheke. Dieses wirkt kühlend und regeneriert. Wenn unser Frühlingskind Sonnenallergie hatte, haben wir diese damit immer gut in den Griff bekommen.

Welche Pflegeprodukte wir für die empfindliche Haut unserer Tochter nutzen

Nachdem als Baby schnell klar wurde, dass die Calendula Pflegereihe von Weleda nicht passend für unser Frühlingskind ist, haben wir uns für die Sensitive Produktreihe von Lavera entschieden. Diese ist frei von synthetischen Zusatzstoffen und auch bei zu Neurodermitis neigender Haut anwendbar. Zudem ist sie ebenfalls von Öko-Test mit „sehr gut“ bewertet.

Sensible Haut

Im Sommer reicht ihr die Pflege der Lavera Baby & Kinder Sensitiv Pflegecreme für Gesicht und Körper. Im letzten Winter (da war sie 3,5 Jahre alt) zeigte sich jedoch, dass diese nicht mehr reicht. Sie bekam vermehrt trockene Hautstellen. Auf Rat ihrer Hautärztin hin, nutzen wir nun im Winter Cetaphil Feuchtigkeitscreme. Diese ist eine medizinische Hautpflegeserie für trockene und empfindliche Haut. Sie stärkt die natürliche Schutzschicht der Haut, wirkt rückfettend und feuchtigkeitsspendend. Ebenfalls ist Cetaphil, wie auch die Creme von Lavera, bei Neurodermitis geeignet und unsere Tochter verträgt sie sehr gut.

Hat unsere Tochter Neurodermitis oder nur empfindliche Haut?

Diese Frage habe ich mir schon früh gestellt, da mein Bruder als Kind sehr stark unter Neurodermitis gelitten hat. Laut unserer Hautärztin hat unsere Tochter eine zu Neurodermitis neigende Haut. Für unser Frühlingskind bedeutet dies, sie hat mal mehr mal weniger trockende und juckende Haut. Durch die richtige und regelmäßige Pflege haben wir das aber tatsächlich sehr gut im Griff. Es ist lediglich so, dass sie nicht jedes Hautprodukt verträgt und öfter sogenannte Hautekzeme hat. Das sind trockene, rote Stellen auf der Haut, die meist in Kombination mit einem Infekt einhergehen. Also wenn das Immunsystem angegriffen wird. Mal sind diese größer mal kleiner.Empfindliche Haut

Trockene und juckende Hautstellen, unser Wundermittel

Wenn unsere Tochter wieder in einer Phase steckt, in der sie vermehrt solche trockenen Hautstellen bekommt, sind wir in der Vergangenheit oft zu unserer Hautärztin gegangen. Diese hat uns allerdings meistens mit Rezepten für kortisonhaltige Cremes nach Hause geschickt. Hier und da war das tatsächlich (besonders im Bereich der Hände) auch mal nötig, weil wir es sonst nicht in den Griff bekommen haben.

Aber mittlerweile hilft eigentlich immer eine ganz besondere Creme:

Die Neurodermitis Fettcreme Plus der Hotzenwaldapotheke.

Diese wurde uns von unserer Kinderärztin, die auch gleichzeitig Homöopathin ist, empfohlen. Wir tragen sie 2-3 mal täglich auf die betroffenen Hautstellen und binnen weniger Tage sind diese weg.  Ich habe die Neurodermitis Fettcreme Plus Creme mittlerweile im ganzen Familien- und Freundeskreis empfohlen und wirklich bei jedem hilft sie bei trockenen Bereichen der Haut. Da diese Creme rein homöopathisch ist, kann man sie bedenkenlos bei Babys und Kleinkindern sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit verwenden.

Die Creme könnt ihr bei der Hotzenwaldapotheke telefonisch oder per Mail bestellen und sie wird euch dann mit beiliegender Rechnung zugeschickt. Sie kostet 23,55€. Da man sie nur dünn aufträgt, habt ihr wirklich lange etwas davon.


Was mir zuletzt noch wichtig ist: ich bin weder Ärztin noch habe ich medizinische Bücher gewälzt für diesen Beitrag. Dies sind meine ganz persönlichen Erfahrungen mit unser 4,5 jährigen Tochter. Wir sind sehr froh, dass wir mittlerweile so tolle Produkte gefunden haben und uns nicht mehr durch die verschiedenen Cremes testen müssen. Diese Erfahrungen und die Produkte, die ihr so gut tun, wollte ich gerne mit euch teilen.

Ebenfalls möchte ich auch sagen, dass ich nicht prinzipiell gegen Kortison bin. Wenn es nötig ist, hat es absolut seine Berechtigung. Zudem bin ich der Meinung, dass man mit einem auffälligen Hautbild immer zuerst zum Kinderarzt sollte um es abklären zu lassen.

Solltet ihr neben der Haut gerade auch mit einem kleinen Infekt eurer Kinder beschäftigt sein, kann ich euch auch sehr Karins Beitrag über Hausmittel für Husten&Schnupfen empfehlen. Besser aber noch: seid und bleibt gesund 🙂

Eure,
Line