Unsere Tochter ist endlich da! Nach einer kurzen und schmerzhaften Geburt liegt sie nun in meinen Armen und unser Glück ist perfekt.

Die letzten Wochen der Schwangerschaft waren eher mühsam, da es so warm war. Tolles Wetter, für alle die nicht hochschwanger sind 😀 Aber ich lag abends im Bett und konnte mich kaum noch bewegen. Deswegen habe ich gehofft, dass die Kleine sich wie ihr Bruder früher auf den Weg macht. Und tatsächlich hat sie sich entschieden, vor der nächsten Wärmewelle zu uns zu kommen.

Geht es jetzt los?

Drei Tage vor dem Termin lag ich nachts im Bett und spürte ein kurzes Ziehen im Unterleib. Da ich eh auf die Toilette musste, stand ich auf und merkte direkt, dass zu viel Flüssigkeit auslief. Ich weckte meinen Mann und sagte ihm, dass ich vermutlich einen Blasensprung hatte. Da war es halb vier.

In der ersten Schwangerschaft wurde die Blase erst unter der Geburt geöffnet, deswegen kannte ich mich nicht wirklich damit aus. Ich rief im Kreissaal an und fragte nach, was jetzt zu tun ist. Ich sollte ins Krankenhaus kommen, da sollte dann geprüft werden ob es sich um einen Blasensprung handelte. Mein Mann rief seine Eltern an, die auf unseren Sohn aufpassen sollten. In der Zwischenzeit ging ich duschen und packte die restlichen Sachen in die Kliniktasche. Hinlegen musste ich mich nicht, da das Köpfchen der Kleinen schon fest saß. Unser Sohn bekam davon gar nichts mit, zum Glück.

Es geht ins Krankenhaus!

In der Klinik wurde ich direkt untersucht. Es war tatsächlich ein Blasensprung und der Muttermund war bereits 2 cm geöffnet. Wir sollten spazieren gehen und haben uns dabei ein kleines Frühstück geholt. Wobei ich nicht wirklich Appetit hatte.

Bei der nächsten Untersuchung gegen 10 Uhr war der Muttermund bei 4 cm. Die Wehen wurden schmerzhafter und ich habe intravenös Schmerzmittel erhalten. Eine Wirkung konnte ich nicht wirklich feststellen, eher Schwindelgefühle. Plötzlich kam eine sehr heftige Wehe mit gleichzeitigem Drücken nach unten und ich sagte meinem Mann, dass er bitte die Hebamme rufen soll. Der Muttermund war da bereits bei knapp 8 cm. So eine schmerzhafte Wehe kam kurz darauf wieder und dann ging es ganz schnell.

Die Wehen wurden immer heftiger und ich durfte kurze Zeit später pressen. Leider kam der Kopf nicht mit einer Wehe komplett heraus, sodass ich auf die nächste Wehe warten musste. Ich konnte allerdings schon ihre Haare fühlen, es war unglaublich. Die ganze Zeit über hatte ich die Augen geschlossen und habe nicht mitbekommen, was um mich herum passierte. Mein einziger Gedanke war nur, dass ich es nicht schaffe. Die Hebamme hat mich allerdings ganz toll angefeuert und mein Mann hat mir ebenfalls Kraft gegeben. Kurz darauf, um 10:52 Uhr lag dieses kleine Wunder in meinen Armen. Mit der nächsten Wehe kam die Nachgeburt und die Schmerzen ließen direkt nach.

Bild Geburtsbeitrag

Die erste Geburt war ganz anders…

Ich muss sagen, dass ich nicht mit diesen Schmerzen gerechnet habe. Bei unserem Sohn lief die Geburt ganz anders ab. Ich lag viel länger in den Wehen. Außerdem war er einen Sternengucker und um ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu drehen, musste ich eine Weile im Vierfüßlerstand ausharren. Da ich dazu aber kaum noch Energie hatte, wurde eine PDA gesetzt. Dadurch hatte ich bei den Presswehen viel weniger Schmerzen und empfand diese fast schon als Erleichterung nach den langen Stunden des Wartens.

Es ist dennoch so, dass ich die Schmerzen ganz schnell vergessen habe. Es geht mir jetzt, zweieinhalb Wochen nach der Geburt, sehr gut. Ich bin leicht gerissen und wurde genäht, von der Narbe habe ich allerdings nichts gemerkt. Das Krankenhaus habe ich bereits am nächsten Tag verlassen, da ich meine Männer vermisst habe.

Klappt es mit dem Stillen?

Meine größte Sorge war, dass die kleine Maus Probleme mit dem Trinken hat. Mein Sohn hat im Krankenhaus leider zu viel abgenommen, deshalb musste zugefüttert werden. Wir hatten große Probleme mit dem Stillen, als wir im Krankenhaus waren. Zuhause hat es zum Glück direkt geklappt, wahrscheinlich haben wir einfach beide die Ruhe benötigt.

Bei der Kleinen hat es sofort funktioniert, vielleicht war ich einfach ruhiger und entspannter. Sie hat bei der Geburt 3.140 Gramm gewogen, jetzt ist sie schon bei 3.620 Gramm.

Wir genießen nun weiterhin die tolle Zeit mit Baby und dem stolzen großen Bruder. Ich bin einfach nur dankbar, dass die Schwangerschaften und Geburten so gut verliefen und wir zwei gesunde Kinder geschenkt bekommen haben.

Wenn ihr mögt, lest doch auch gerne die Geburtsberichte von Bibi oder erzählt uns, wie es bei euch lief!

Eure,
Sandra